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Kampf der Titanen

Der Preiskampf unter den Sicherheitsfirmen ist ungesund und schadet unserer Wertschätzung!

Gewinnen kann dabei, wenn überhaupt, nur einer. Die Firma.

Die Verlierer sind einmal mehr nicht nur die Mitarbeiter, die zu Löhnen arbeiten müssen, die in keinem Verhältnis  zu den geforderten Aufgaben stehen.

Man bedenke: Der Kunde hat Anrecht auf einen gut ausgebildeten Security. Dieser muss im Minimum eine seriöse Grundausbildung haben. Ebenfalls muss er einen tadellosen Strafregisterauszug vorweisen können und einen Betreibungsauszug ohne gravierende Einträge haben. Er sollte psychisch und physisch überdurchschnittlich belastbar sein. Arbeitet er im Bereich Werttransport, gar noch einen Waffentragschein besitzen. Dazu muss er 100% zuverlässig sein und überaus flexibel, was die Arbeitszeiten betrifft. Nachtarbeit, Wochenenden und Feiertage,      was ein grosser Teil unserer Arbeit ausmacht, werden meistens mit stolzen 10% Zuschlag (GAV) entlöhnt. 10%!

Und das alles für einen Minimumlohn von Fr. 22.20 BRUTTO plus 8,33% Ferienentschädigung (Stundenlohn Kanton Bern). Und dieser Minimumlohn, abgesegnet im GAV, dem Abkommen zwischen VSSU und UNiA, wird als «Branchenüblicher Grundlohn» betitelt.                                                             

Der zweite Verlierer ist der Kunde, der uns sein Vertrauen schenkt und sich auf unsere Seriosität, Loyalität und Ehrlichkeit verlassen muss. Klar, auch der Kunde rechnet. Und es ist kein Geheimnis, dass wir alle das beste         Preis- Leistungsverhältnis suchen. Aber können wir das bieten? Finden wir für Fr. 22.20 die oben beschriebenen Qualitäten eines guten Security?                                                                                                       

                                                                                          NEIN!                                                                                                          Klar…es gibt Ausnahmen. Aber wie viele das sind und warum sie das sind, kann sich jeder selbst ausmalen.

Es liegt mir fern, jemanden für diese Preispolitik verantwortlich zu machen. Sollte sich aber jemand angegriffen fühlen und auch entsprechend reagieren, wird es wohl seine Gründe haben.

Ich möchte zu diesem Thema den Blog http://security-427-sicherheit.xobor.de/f2-Security-Sicherheitsdienst.html eröffnen für:

Security, Arbeitgeber/innen, Kunden/Kundinnen eines Sicherheitsdienstes und Mitleser/innen.

Jede Meinung ist herzlich willkommen, sofern diese anständig und frei von Rassismus oder Diskriminierung ist!